🔍 Was ist eine interne Überweisung?
Eine interne Überweisung ist eine Geldbewegung zwischen zwei deiner eigenen Konten. Finary erkennt sie automatisch und schließt sie aus deinen Ausgaben und Einnahmen aus, damit in deiner Budgetanalyse nichts doppelt gezählt wird. Wenn Geld auf ein Spar- oder Anlagekonto fließt oder von dort zurückkommt, bleibt eine der beiden Buchungen gezählt: siehe Je nach Kontotyp weiter unten.
📊 Ausschluss aus deiner Budgetanalyse
Als interne Überweisung erkannte Transaktionen werden:
aus deiner Einnahmen- und Ausgabenanalyse ausgeschlossen (keine Doppelzählung).
in der Oberfläche klar gekennzeichnet: "Als interner Transfer erkannt"
Du kannst eine Transaktion manuell wieder einbeziehen, wenn sie fälschlicherweise als interne Überweisung erkannt wurde. Aktiviere dazu in der Transaktion die Option In die Analyse einbeziehen.
🏦 Je nach Kontotyp
Was ausgeschlossen wird, hängt vom Typ der beiden Konten ab:
Zwischen zwei Girokonten (zum Beispiel von deinem Girokonto auf dein Gemeinschaftskonto): Beide Buchungen werden als interne Überweisung erkannt und aus Geld in und Geld raus ausgeschlossen.
Von einem Girokonto auf ein Spar- oder Anlagekonto (Sparbuch, Sparkonto, PEA, Depot, Lebensversicherung, PER, Krypto-Konto…): Die Buchung auf dem Girokonto bleibt in Geld raus gezählt, in der Kategorie Investitionen. Die Buchung, die auf dem Spar- oder Anlagekonto eingeht, wird ausgeschlossen. So wird das Geld nur einmal gezählt, als Ersparnis.
Von einem Spar- oder Anlagekonto auf ein Girokonto: Die Buchung, die auf dem Girokonto eingeht, wird in der Kategorie Investitionen gezählt, als Entnahme aus deinen Ersparnissen. Die ausgehende Buchung wird ausgeschlossen.
Zwischen zwei Spar- oder Anlagekonten: Beide Buchungen werden ausgeschlossen.
Der Kontotyp entscheidet, ob ein Konto als Spar- oder Anlagekonto behandelt wird. Ein Revolut-Spartresor, der als Sparkonto synchronisiert ist, wird zum Beispiel als Sparkonto behandelt.
💡 Damit eine Buchung nicht mehr in deinem Budget zählt, öffne sie und deaktiviere In die Analyse einbeziehen. Eine Änderung der Kategorie ändert nichts daran, ob sie gezählt wird.
⚙️ So funktioniert die Erkennung
Wann und wie werden sie erkannt?
Bei jeder Synchronisierung deiner Konten rufen wir die neuesten Transaktionen ab. Jede neu importierte Transaktion wird geprüft, ob es sich um eine interne Überweisung handeln kann.
Um zwei Transaktionen als interne Überweisung zu verknüpfen, geht Finary so vor:
Es sucht Transaktionen mit entgegengesetzten Beträgen (z. B. +50 € und -50 €).
Es vergleicht sie in einem Zeitraum von ±5 Tagen um ihr Datum.
Es wählt die zeitlich nächstgelegene Transaktion als Gegenstück.
⚠️ Die Erkennung schlägt fehl, wenn eines der Konten nicht synchronisiert ist und seine Transaktionen daher nicht abgerufen werden können.
👥 Familie & Unternehmen
Wenn du den Familienmodus oder den Holding-Modus nutzt, um das Vermögen deiner Familie und/oder deiner Unternehmen zu verfolgen, verknüpft Finary nur Transaktionen von Konten mit mindestens einem gemeinsamen Inhaber:
Gehört ein Konto vollständig Nutzer1, suchen wir passende Transaktionen in Konten, die ganz oder teilweise Nutzer1 gehören.
Gehört ein Konto mehreren Personen (zum Beispiel Nutzer1 und Nutzer2), suchen wir passende Transaktionen in Konten, die einer der beiden Personen allein gehören.
Beispiel:
Konto 1 gehört zu 100 % Nutzer1
Konto 2 gehört zu 100 % Nutzer2
Konto 3 gehört je zu 50 % Nutzer1 und Nutzer2
Transaktion von | Durchsuchte Konten |
Konto 1 | Nur Konto 3 |
Konto 3 | Konten 1 und 2 |
❌ Was passiert, wenn ein Konto gelöscht wird?
Der Status als interne Überweisung bleibt gültig, auch wenn das Konto einer der beiden Transaktionen später gelöscht wird.
✅ Beispiele für eine korrekte Erkennung
Beispiel 1
07/01 – Livret A: –30 € (VIR INST)
07/01 – Girokonto: +30 € (DPT)
→ Die Buchung auf dem Livret A wird ausgeschlossen. Die Buchung auf dem Girokonto wird in der Kategorie Investitionen gezählt, als Entnahme aus deinen Ersparnissen.
Beispiel 2
22/01 – Girokonto: –100 € (VIR INST)
23/01 – Gemeinschaftskonto: +100 € (VIR INC)
23/01 – Gemeinschaftskonto: –100 € (VIR INT)
24/01 – PEA: +100 € (DPT)
→ Die ersten beiden (Girokonto auf Gemeinschaftskonto) werden als interne Überweisung erkannt und ausgeschlossen. Bei den nächsten beiden wird die Abbuchung vom Gemeinschaftskonto in Geld raus gezählt, in der Kategorie Investitionen, und die Einzahlung auf den PEA wird ausgeschlossen.
⚠️ Fehlerhafte Erkennung (bekannte Einschränkungen)
Beispiel 1 – Falsch positive Treffer
10/01 – Girokonto: –50 € (VIR INST)
12/01 – Livret A: +50 € (DPT)
13/01 – Gemeinschaftskonto: +50 € (VIR INC)
→ Nur die ersten beiden werden verknüpft, und zwar fälschlicherweise.
Beispiel 2 – Unabhängige Transaktionen
07/01 – Girokonto: –0,57 € (FRAIS DÉCOUVERT)
08/01 – Livret A: +0,57 € (INTÉRÊTS)
→ Diese unabhängigen Transaktionen werden fälschlicherweise verknüpft: Die Zinsen auf dem Livret A werden ausgeschlossen und die Gebühr wird in der Kategorie Investitionen eingeordnet.
